Brautradition seit 1724

Die Löwenbrauerei Hall blickt auf eine Brautradition über zehn Generationen zurück und ist ein auch heute noch ein reiner Familienbetrieb.

1724

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Johann David Deutelin

Die Ursprünge der Löwenbrauerei gehen auf die Schwäbisch Haller Sieder-Familie Deutelin zurück. Johann David Deutelin erwarb im Jahr 1724 die Gastwirtschaft „Zur Güldenen Glocke“ mit Braurecht. Damit wurde eine Brautradition in der Familie begründet, die über zehn Generationen bis heute fortgeführt wird.

1835

Georg Friedrich Deutelin, ein gelernter Bierbrauer, erwirbt in der Mauerstraße mehrere Gebäude – eines davon mit einer Brauerei. Im Jahr 1851 beantragt er das „dringliche Recht einer Schildwirtschaft“ für sein Anwesen unter Aushängung eines Schildes „Zum Löwen“. Dies ist die Geburtstunde der Marke „Haller Löwenbräu“, die 1928 auch als Warenzeichen eingetragen wird.

1876

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Friedrich und Pauline Erhard

Pächter des Löwen wurde der aus Weikersheim stammende Friedrich Erhard. 1876 heiratete er Deutelins Tochter Pauline. Im selben Jahr verkauft Deutelin dem jungen Paar das Gasthaus samt Brauerei zum Kaufpreis von 23.000 Gulden. Friedrich Erhard führt bis zu seinem Tod 1922 zielstrebig das Unternehmen weiter.

1904

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Das alte Sudhaus

Friedrich Erhard fällte im Jahr 1904 eine weitsichtige unternehmerische Entscheidung: Er wollte Bier nicht nur für den Eigenbedarf in seiner Gastwirtschaft brauen, sondern auch die Umgebung von Schwäbisch Hall mit Bier beliefern: die Geburtsstunde der modernen „Löwenbrauerei Hall“.

Noch heute ist das ehemalige Brauhaus der Löwenbrauerei, die 1904 gebaute „Backsteinburg“ in der Katharinenvorstadt, ein weithin sichtbares Denkmal für Friedrich Erhards unternehmerische Leistungen.

Mittlerweile befindet sich darin das “Restaurant Sudhaus an der Kunsthalle Würth”.

1910 – 1965

1110_goldadler_repro-33Noch zu seinen Lebzeiten übergab Brauereibesitzer Friedrich Erhard die Löwenbrauerei Hall an seine Kinder. Dies geschah durch Überführung der Einzelfirma in die Offene Handelsgesellschaft „Löwenbrauerei Hall Fr. Erhard & Co.“ mit Wirkung ab 1. Januar 1922. Von diesem Tag an wurde das Erbe in den folgenden Generationen nicht nur erhalten und gepflegt, sondern auch weiterentwickelt und vermehrt.

Archiv2-2Zwischen den Weltkriegen erfolgte die Ausdehnung des Absatzgebietes über den lokalen Bereich weit hinaus bis Stuttgart, Mannheim und Nürnberg. Der Betrieb vergrößerte sich.
Diese positive Entwicklung setze sich auch nach dem Neuanfang 1945 bis heute fort. In den 50er und 60er Jahren wurden wegen des beständig steigenden Absatzes Erweiterungsbauten notwendig. Parallel dazu wurde die technische Einrichtung (Bau zweier Flaschenfüllereien und eines Sudhauses) auf den damals neuesten technischen Stand gebracht.

1968

Die Wildbadquelle Mineralbrunnen GmbH & Co. KG, in der Johanniterstraße in Schwäbisch Hall gelegen, wurde von der Familie Gutöhrlein erworben. Die Firma wird 1977 in die “Ritterwiese” hinter dem Haller Bahnhof ausgelagert. Die dazugehörenden vier Mineralbrunnen sind heute im Bereich der „Breiten Eiche“.

1975

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Hans Firnkorn

Hans Firnkorn tritt als geschäftsführender Gesellschafter und Juniorchef neben Ulrich Erhard (geschäftsführender Gesellschafter von 1957 bis 1988) in die Geschäftsführung der Firma ein.

1982

Die Firma Getränke Gronbach GmbH gehört seit 1982 zum Gesamtunternehmen und deckt den Bereich Logistik und Veranstaltungstechnik ab.

1983

Zunächst wird nur die Bierabfüllung mit Versand von der alten Brauerei in der Katharinenvorstadt zur Wildbadquelle in die Ritterwiese verlegt und die Betriebsteile mit einer unterirdischen Bierleitung verbunden.

1987

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Im neuen Sudhaus

Die Löwenbrauerei bezieht ihre neu erbaute Braustätte in der Ritterwiese, wodurch alle Betriebsteile nun an einem Standort zusammengeführt sind.

Auf dem Gelände der „Alten Brauerei“ wird eine Tiefgarage und darüber die „Kunsthalle Würth” errichtet. Das historische Sudhaus der Löwenbrauerei bleibt dabei erhalten und beherbergt heute die Gastronomie der Kunsthalle Würth – inklusive einer kleinen Gasthausbrauerei, in der seit einigen Jahren in Anlehnung an die Historie wieder Bier gebraut wird.

1990 – 2010

In den Folgejahren wurde das hohe technische Niveau durch laufende Investitionen gehalten und ausgebaut. In den Markt und in die Marke werden hohe Summen gesteckt. Die Auslieferung erfolgt mittels eigenem Fuhrpark, die LKW-Touren werden computergestützt organisiert.
Die Herstellung von Hefeweizen wird 1997 begonnen und im Jahr 2000 wird die regionale Bierspezialität „Mohrenköpfle“ erstmalig eingebraut.

2010

Peter Theilacker
Peter Theilacker

Peter Theilacker tritt als geschäftsführender Gesellschafter und Juniorchef in die Geschäftsführung von Löwenbrauerei und Wildbadquelle ein.

2011

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Der “Goldene Adler” am Haller Marktplatz

Der brauereieigene Gasthof und Hotel Goldener Adler am Marktplatz von Schwäbisch Hall wird aufwendig saniert. Pächter ist Familie Weissbach.

 

Der "Löwe".
Der “Löwe”

Unser Stammhaus Zum Löwen in der Mauerstraße 17 ist bereits 2007 nach einer Renovierung wieder zum beliebten Treffpunkt von Hallern und Gästen von außerhalb geworden.
Pächter sind Marianne und Klaus Ungerer.

2012 – 2014

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Die Füllerei von Löwenbrauerei und Wildbadquelle

Um auch für die Zukunft wettbewerbsfähig ausgestellt zu sein, werden sechsstellige Beträge in die schon gute und vorbildliche Energieversorgung und in Ressourcen-schonende Maßnahmen gesteckt.

Bereits 2010 wurde eine hochmoderne Umkehrosmose-Anlage in Betrieb genommen, mittels derer nun auch das Brauwasser für alle Biere und Nutzwasser für den Betrieb so weit wie möglich aus den eigenen Brunnen gewonnen werden können. 
Beim Stromverbrauch werden durch Investitionen in die Kälteanlage, die Erneuerung der Druckluftversorgung, den Austausch von Beleuchtungskörpern und von Pumpen sowie zuletzt durch die Installation einer knapp 100 kW großen Solaranlage für den Stromgrundlastbedarf erhebliche Einsparungen erreicht.
Der Erdgasverbrauch konnte durch den Einbau eines neuen Brenners sowie der Erneuerung der Steuerung des Kesselhauses wesentlich reduziert werden.

Das nächste “große Projekt” wird die Modernisierung unseres Hefekellers, durch welche eine weitere Verbesserung der Bierqualität unserer seit Jahren mit Preisen der DLG ausgezeichnet Biere sichergestellt wird.