Loewe Marktplatz

15.11.2012
„Man ist nie fertig“

„Der Schutz der Umwelt und ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für Löwenbrauerei und Wildbadquelle nicht nur selbst- verständlicher Teil der unternehmerischen Verantwortung, sondern auch eine Triebfeder für die strategische und technische Weiterentwicklung des Betriebes“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Hans Firnkorn.

In der neuen Bierzeit-Rubrik „Umwelt & Betrieb“ werden in Zukunft interessante Fakten, Entwicklungen und Ideen vorgestellt, die sich mit diesem spannenden Thema beschäftigen. „Die Ansätze sind so vielfältig, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll aufzuzählen“, sagt Hans Firnkorn, „nehmen wir die Abfallmenge. Bei der Bierproduktion fallen sehr wenig Reststoffe oder Müll an.

Biertreber und Hefe gehen als wertvolles Viehfutter an die Bauern, die Altetiketten an die Papierfabrik. Und im Betrieb gibt es ein System, alle Müllarten zu trennen. Papier, Glasscherben, Metall, Kunststoffe und Folien, aber auch Kleinmengen wie Batterien, Tonerkartuschen und ölhaltige Werkstattabfälle. Und durch das Pfand- flaschen-System ist eine Glasflasche bis zu acht Jahre im Umlauf, ehe sie ersetzt werden muss.“ Natürlich seien Gas,Wasser und Strom für eine Brauerei ein großer Kostenblock, erklärt der Geschäftsführer: „Hier zu sparen lehrt uns schon der Geldbeutel!“ Das größte Sparpotential an Energie und Ressourcen findet man natürlich im Herzstück der Löwenbrauerei: dem Sudhaus, dem Gärkeller und der Füllerei. Letztere wird mit der Wildbadquelle gemeinsam genutzt. Auf Neudeutsch nennt sich das  „Prozessoptimierung“ und wird von Braumeister Hermann Mayerle so erklärt: „Wenn wir etwas erreicht haben, zum Beispiel wieder ein wenig Wasser mehr im Brauprozess einzusparen, dann sind wir danach nicht etwa zufrieden mit diesem Erfolg, sondern hinterfragen und tüfteln weiter. Man ist nie fertig.“

So braucht die Löwenbrauerei Hall schon seit Jahren nur 3,7 Liter Brauwasser, um einen Liter Bier zu produzieren. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6,4 Litern Brauwasser für einen Liter Bier. Im vergangenen Jahr wurde eine Anlage in Betrieb genommen, mit der man Mineralwasser aus den Brunnen der Wildbadquelle als Brauwasser aufbereiten kann. Eine der ersten dieser Art in ganz Deutschland. Eine fast zweijährige Entwicklungsphase zusammen mit den Ingenieuren eines Anlagenbauers ging dem voraus. Diese für einen mittelständischen Betrieb große Investition wird sich lohnen, zeigt sich der Braumeister überzeugt. „Um wirklich vorwärts zu kommen beim Ressourcen- und Energiesparen, braucht man die Risikobereitschaft, auch mal neue Wege zu gehen, die noch keiner vorher wagte“, sagt Hermann Mayerle.



» zurück zur News-Übersicht